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Meine ersten Wochen in Lutindi

Autor: HannahSchwab | Datum: 22 September 2016, 17:44 | 1 Kommentare

Hallo zusammen! :)
Uuuuui wie aufregend, mein erster Blogeintrag!
Jetzt bin ich drei Wochen in Tansania und würde gerne erzählen, was ich bis jetzt so erlebt habe. Viel Spaß beim Lesen!

Die ersten beiden Tage haben ich zusammen mit den anderen Tansaniafreiwilligen der VEM, Bianca, Hannah, Linda und Lisa, in Dar Es Salaam verbracht. Dort haben wir viel Organisatorisches erledigt, Simkarten gekauft, Geld gewechselt usw., aber auch mit Limonade, Cashewnüssen und Zuckerrohr den Blick auf den Ozean genossen.
Danach ging es dann für uns alle weiter an unsere Einsatzstellen. Tim, mein Mentor undn zusammen mit seiner Familie meine erste und wichtigste Anlaufstation hier in Lutindi, hat mich morgens im Gasthouse abgeholt und dann haben wir uns auf den sechsstündigen Weg nach Lutindi gemacht.

An meinem ersten Tag in Lutindi sind Si-Yeun, Tims Frau, und ich nach Korogwe gefahren.Das ist die nächstgelegene Stadt von Lutindi aus, in die man mit dem Auto so ungefähr 45min braucht. Dort haben wir ein bisschen was eingekauft, unterandrem auch eine Kanga, ein Tuch, das man über den Rock wickelt und dasviele Frauen hier tragen. Bevor man die Kangabenutzen kann, muss man aber die beiden Stoffteile noch auseinanderschneiden und umnähen. Si-Yeun hat mir dabei zum Glück geholfen und auch ihre Nähmaschine zur Verfügung gestellt. Meine Naht ist aber irgendwie ganz krumm und schief geworden – Gut, dass Oma das nicht sieht! :D
Als ich meinen Kanga das erste Mal über meinem Rock getragen habe, hat sich Mama Debo sehr gefreut und gerufen: „Ah, Mama la Afrika!“. Danach hat sich mich aber erstmal richtig angezogen, ich hatte die Kanga nämlich auf links und viel zu locker umgewickelt. Trotzdem war es sehr cool, auch eine zu tragen. Jetzt muss ich nur noch lernen, sie nicht ständig zu verlieren.

Mein Tag beginnt immer um 7 Uhr mit einer Morgenandacht, gemeinsam mit den Patienten und den andren Mitarbeitern. Danach heißt es dann: Auf in die Beschäftigungstherapie, da arbeite ich nämlich.
Mama Angelina, Mama Jospehina, Bwana Edward, Tumaini und jetzt auch ich fertigen dort zusammen mit den Patienten Fußmatten, Hocker und Schmuck. Das sieht ungefähr so aus:

Am Samstag habe im Stall, dem „mifugo“, gearbeitet. Dort wohnen Kühe, Schweine, Ziegen, Enten und Hühner. Ich fürchte beim Ausmisten, Wasser tragen, Unkraut zupfen, Kühe füttern, Blätter sammeln und Ziegen weiden habe ich alle Klischees erfüllt, die es so über Stadtmenschen auf dem Lande und in Dörfern gibt. Es hat aber sehr viel Spaß gemacht und die anderen Mitarbeiter meinten auch, dass ich mich sehr bemühe. :D

So langsam wird es hier in Lutindi ein bisschen wärmer. Anfangs bin ich von der Kälte überrascht worden und den Wolken, in denen wir regelmäßig jeden Morgen versunken sind.
Die Sonne haben Tim, Mira und ich am Montagnachmittag für einen Waldspaziergang genutzt. Das lohnt sich hier sehr, denn direkt am Krankenhaus gibt es große Gebiete mit Urwald. Wir haben also die riesigen Bäume bestaunt, die Sonne genossen und auf dem Rückweg noch die Fische im Krankenhausteich gefüttert.

In meinem ersten Gottesdienst hier in Lutindi wurde ich, je länger er dauerte, immer aufgeregter, denn ich musste mich vorstellen. Auf Kiswahili. Zum Glück hatte ich den Text schon in der Sprachschule aufgeschrieben, ihn auswendiggelernt und auch einen Schummelzettel in die Bibel gelegt, die ich mit in der Kirche hatte. So hat das Ganze auch erstaunlich gut geklappt, leider habe ich nur vergessen zu erwähnen, dass ich kein Kiswahili kann – Dumm gelaufen!
Sonst klappt es mit der neuen Sprache aber so langsam etwas besser, ich kann ein bisschen Smaltalk halten, erzählen, wo ich arbeite und was wir da so tun und auch so langsam immer mehr verstehen. Mit Flora habe ich mich auch über den Werbespruch auf der Fettverpackung lustig gemacht – das soll nämlich gut für die Gesundheit sein. Es war schön, den Witz zu verstehen und mitlachen zu können.

Seit einer Woche singe ich auch im Chor, dem „KwayayaUinjilist Lutindi“ mit. Da am Sonntag die große Präsentation der CD war, die der Chor in Dar es Salaam aufgenommen hat, haben wir jeden Tag geprobt. So konnte ich wenigstens schon mal die Tanzchoreos zu den einzelnen Liedern, wenn es auch mit dem Text noch ziemlich haperte. Flora meinte aber, ich könnte am Sonntag auf jeden Fall im Gottesdienst mitsingen, schließlich sei ich jetzt ja auch Teil des Chores.
So habe ich also, ausgestattet mit dem nagelneuen Chorshirt, mitten in der „Uzindzi“, der Präsentation, gestanden. Die Kirche war echt voll und alle Chormitglieder super aufgeregt. Die Aufregung hat angesteckt, aber als es dann losging war es toll! Als wir eingezogen sind haben alle Besucher mitgetanzt und gefeiert und die Stimmung war super! J
Danach gab es noch ein gemeinsames Essen im Center des Dorfes, welches wir schon am Samstagnachmittag und Sonntag vor dem Gottesdienst (ab sieben Uhr!) vorbereitet hatten. Alle ließen sich Reis, Bohnen, Fleisch, Kebitshi (Salat) und Bananen schmecken.

Sooooooo, das war hoffentlich erstmal das Wichtigste über mein Leben hier in Lutindi. Ich fühle mich sehr wohl und freue mich, immer mehr Menschen und neue Dinge kennenzulernen.

Viele liebe Grüße

Hannah

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Kommentare

  1. 1. Sabine  |  23 September 2016, 17:33

    Hallo Hannah,
    schön, dass es dir gut geht und du gut aufgenommen wurdest.

    Freue mich schon auf deine nächsten Berichte :

 

 

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