VEM-Freiwillige   2017/2018   2016   2015   2014   2013   2012   2011   2010   2009 

Bianca  |  Charlotte  |  Hannah N  |  Hannah S  |  Jannika  |  Jolanthe  |  Jost  |  Jonathan  |  Julia P  |  Julia W

Katharina  |  Laura Fe  |  Lennard  |  Linda  |  Lisa  |  Momo  |  Rebekka  |  Sarah G  |  Sarah N  |  Sina  |  Svenja

Menu:

Archiv

Blog durchsuchen:

Ugali, Maharage na Machungwa

Autor: HannahSchwab | Datum: 31 Oktober 2016, 19:55 | 1 Kommentare

Diese drei Dinge haben meine letzten beiden Wochen geprägt.
Warum? – Karibu zu diesem Blogeintrag!

Ugali, Maharge und Machungwa sind Lebensmittel. Und da ich die letzten beiden Wochen in der Krankenhausküche gearbeitet habe, hatte ich ziemlich viel mit Maisbrei, Bohnen und Orangen zu tun. 
In der Küche gibt es 4 große Töpfe, in denen gekocht wird und die mit Feuer geheizt werden. Das Feuerholz, das jeden Mittwoch getragen wird, landet also zum großen Teil in der Küche!
Meine Tage in der Küche liefen ungefähr so ab:
Die Mitarbeitenden, meistens Mama Yonesi, Bwana Jakobo und Mama Deboh, beginnen morgens um sieben Uhr. Zuerst wird das Frühstück der Patienten gekocht. An fünf Tagen in der Woche gibt es Uji, das ist flüssiger, gesüßter Maisbrei. Mittwochs und samstags gibt es Brot und Tee. Das Brot wird jeweils am Vortag im Steinofen gebacken und ist seeehr lecker! Den Tee mag ich auch gerne – Jetzt habe ich mich an den vielen Zucker darin gewöhnt. Flora musste lachen, als ich angefangen habe, auch 2 Löffel in meine Tasse zu tun; Sie meinte, wenn die Leute in Tansania ankommen, nehmen sie nur wenig Zucker und nach einer Weile gewöhnen sie sich an die hier üblichen Mengen à Hannah hat es so schön beschrieben „Zucker mit Tee“
Wenn das Frühstück von einigen Patienten abgeholt wurde, manchen wir uns daran, dass Mittag- und Abendessen vorzubereiten. Mittags gibt es immer Ugali und dazu Bohnen oder Bohnen mit Kohl. Abends essen die Patienten dann Banane und Majimbi, Dagar, oder Reis mit Bohnen.
Die Bohnen müssen gesäubert werden. Das heißt, wir suchen die schlechten Bohnen und oft auch Steine oder Blätter heraus. Danach werden die Bohnen nochmal gewaschen, sie sind nämlich ziemlich staubig und schließlich zusammen mit Wasser und Öl gekocht. Zur allgemeinen Belustigung wische ich meine staubigen Finger immer in einem Gesicht ab, sodass ich danach immer ganz dreckig bin. Wenn es zu den Bohnen noch Kohl gibt, dann schneiden wir den klein und auch die Bananen und Majimbi werden vormittags mit einer Menge helfender Hände geschält.
Danach ist meist schon Teepause und wir „pumsikanern“ ein bisschen (Ich finde das Wort für ausruhen so toll! :D )
So gegen elf Uhr wird es dann Zeit den Ugali zu kochen. Schon den ganzen Vormittag wird dafür das Wasser erhitzt, bis es kocht. Dann wird zuerst in einem kleinen Topf Wasser mit Maismehl angerührt und danach in den großen Behälter gegeben. Nach erneutem Aufkochen wird es dann Zeit, mehr und mehr Mehl hinzuzugeben und den Ugali umzurühren. Das ist wirklich super anstrengend, weil der Brei immer fester wird und man den riiiiiesigen Kochlöffel kaum noch bewegen kann. Ich gucke also immer nur dabei zu :D
Wenn das Essen fertig ist, wird es umgefüllt und um 12 Uhr essen dann alle, Patienten und Mitarbeitende.
Am Nachmittag wird dann alles sauber gemacht, der Ugali aus dem riesigen Topf gekratzt, die Bohnen, welche über Nacht kochen, für den nächsten Mittag aufgesetztund das Abendessen fertig gekocht. Um halb fünf endet dann der Arbeitstag.
Jetzt noch zu den Orangen: Ein Gast, der uns letztes Wochenende besucht und sich Lutindi angeguckt hat, hat sie für die Patienten gekauft. Da diese aber wenn nur Löffel bekommen, mussten wir die Orangen vorher schälen. Es waren eine Menge Orangen! 3 Tage lang haben wir jeweils 110 Stückgeschält. Die Schalen trocken geraden übrigens und werden dann zu Tee verarbeitet – Orangentee aus Lutindi!

Sonst gehe ich weiter zum Chor, Dienstags zum UNO spielen, lerne immer mehr Menschen kennen und besser Kiwahili. Da Hammerbachers gerade in Deutschland sind, brauche ich das Kiswahili mehr denn je und lerne super viel. Das ist cool, aber auch anstrengend und meine Sprache wird abends, wenn ich müde bin, immer schlechter. Macht aber nix, dann passieren lustige Sachen und ich erzähle, ich würde mit Bohnen reden, obwohl ich sagen wollte, dass ich sie sauber mache.:D

Das einzige, was gerade einen kritischen Punkt erreicht hat, ist die Menge der Hühnereier im Vorratsraum. Jeden Tag legen die Hühner im Mifugo so um die 120 Stück. Mama Costa, Flora und ich stehen immer sehr verzweifelt davor und wissen keinen Ausweg - Eigentlich werden sie an die Bewohner Lutindis und in Korogwe verkauft, aber gerade scheinen alle Menschen versorgt zu sein…. Umso größer unsere Freude über jede verkaufte Pallette! :D

Viele Grüße aus Lutindi

Hannah

«Neuerer Eintrag | Älterer Eintrag»

 

 

Kommentare

 

 

Kommentar Verfassen

 This is the ReCaptcha Plugin for Lifetype